Ein Ausflug in die Welt des Glases
Meine Merkliste mit Ausflugszielen ist dank der NÖ-CARD dieses Jahr ganz schön lang geworden. Einiges davon habe ich mittlerweile schon besucht, aber zum Glück gibt es auf der Liste noch einige tolle Ziele, auf die ich mich noch freuen kann. Diesmal ging es für mich in Die Glaswelt - Glasmuseum „Die gläserne Burg“ in Weigelsdorf und ich war schon sehr neugierig, was mich dort erwarten würde.
Die Gläserne Burg
Von der Wiener Stadtgrenze dauert die Fahrt ungefähr 30 Minuten und schon ist man angekommen. Und ich muss sagen: Schon der erste Anblick ist ziemlich beeindruckend. Die Fassade der „Gläsernen Burg“ ist mit unzähligen bunten Glassteinen gestaltet, insgesamt sind es rund 7 Millionen. Damit ist die Fassade übrigens das größte Glasmosaik Europas.
Ein Rundgang durch das Glasmuseum
Nach einer herzlichen Begrüßung habe ich meinen Rundgang im Glasmuseum gestartet. Der Eintritt ins Museum ist mit der NÖ-CARD gratis! Gleich zu Beginn führt ein roter Buzzer zu einem kurzen Begrüßungsvideo und danach geht es auch schon los auf eine Reise durch die Welt des Glases. Dabei beginnt die Ausstellung ganz am Anfang und führt von den ersten Entdeckungen bis zur heutigen Glaskunst. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht einfach trocken erzählt wird, sondern auch die Räume selbst sehr schön und ausgefallen gestaltet sind. Meine persönlichen Highlights waren dabei der Vulkanraum und der Eisraum.
Tipp: Wenn du noch ein bisschen mehr über die einzelnen Stationen erfahren möchtest, kannst du dir übrigens ganz unkompliziert einen gratis Audioguide aufs Handy laden. Das würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, weil man dadurch noch einige zusätzliche Geschichten und Informationen bekommt.
Im Museum gibt es außerdem ein Kino, in dem drei verschiedene Filme über die Herstellung der Glaskunstwerke gezeigt werden und am Ende des Rundgangs warten auch noch die fertigen Werke.
Durch den Zaubergarten und das Palmenhaus
Nach dem Glasmuseum ging es für mich ins Palmenhaus. Dieses kann das ganze Jahr über gratis besucht werden und ich fand es richtig schön, wie zwischen den echten tropischen Pflanzen sich immer wieder Pflanzen und andere Details aus Glas verstecken.
Von dort kommt man direkt hinaus in den Zaubergarten und ich finde, der Name passt gut, es ist dort wirklich zauberhaft. Besonders schön fand ich den kleinen Teich mit den (echten) Kois, den gläsernen Flamingos und den vielen anderen Glasfiguren in und rund um das Wasser. Ich habe noch eine kleine Runde durch den Garten gedreht und sogar ein paar witzige Glasobjekte entdeckt: Es hängt hier z.B. die gläserne Wäsche an der Wäscheleine und die (Glas)bratwurst liegt auf dem Grill.
Kleiner Hinweis: Der Zaubergarten ist von April bis Oktober geöffnet.
Glaskunst in der Art in Gallery
Auch durch die Galerie bin ich noch geschlendert. Auf zwei Stockwerken findest du moderne Kunst, Skulpturen, Designobjekte und Gemälde von verschiedenen GlaskünstlerInnen. Die ausgestellten Kunstwerke kann man übrigens auch kaufen. Halte im Obergeschoss auch nach der Schiebetür Ausschau, die führt hinaus auf eine kleine Brücke mitten unter den Palmen, von der aus man einen Blick hinunter auf das Palmenhaus hat.
Ein Blick in die Glasbläserei
Ab November bis März ist zwar der Außenbereich geschlossen, dafür wartet dann ein anderes spannendes Erlebnis: Man kann den Glasbläsern wieder bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und beobachten, wie sie bei über 1.200 Grad aus einer glühenden Glasmasse die verschiedenen Unikate herstellen.
Mein Fazit
Die Glaswelt in Weigelsdorf war für mich ein richtig schöner Ausflug. Vor allem die Gestaltung des Glasmuseums hat mir gut gefallen, aber auch im Außenbereich habe ich mich lange aufgehalten. Insgesamt fand ich es eine tolle Mischung aus vielen schönen Eindrücken und interessanten Informationen.
Ein paar praktische Infos
Öffnungszeiten:
- Mi – So: 10 – 18 Uhr
- Feiertag: 13 - 17 Uhr
Gastronomie: Café-Restaurant Di Murini
- Mi – So: 8 – 18 Uhr
Anreise: Pottendorferstrasse 24 - 28, 2483 Weigelsdorf
- Mit dem Auto: Von der Wiener Stadtgrenze sind es ca. 30 Minuten bis zur Glaswelt. Vor dem Gebäude gibt es kostenlose Parkplätze.
- Mit den Öffis: Du kannst zum Beispiel mit dem Zug bis Ebreichsdorf fahren und dann mit dem Bus 321 bis zur Haltestelle Weigelsdorf Kienergasse. Von dort sind es noch ungefähr 8 Minuten zu Fuß. Alternativ fährt auch der Bus 200 bis Weigelsdorf Kienergasse.